szmmctag

  • Paris - Berlin

    Wie ihr schon mitbekommen habt, befinde ich mich wieder in heimischen Gefilden. Nun schreibe ich wieder Briefe aus Berlin. Traurig bin ich Paris zu verlassen und glücklich bin ich wieder Zuhause zu sein. Paris und seine Bewohner haben sich von einer wunderbaren und gastfreundlichen Seite gezeigt. Keiner der bekannten Klischees wurde erfüllt. Vielleicht lag es daran, dass Berliner und Pariser, also zwei Hauptstädtler, sich sehr ähnlich sind. Beide scheinen unfreundlich, haben nie Zeit und sind genervt von Touristen. Die Lebensart, la vie en rose, hat mir sehr gefallen und ich fühlte mich sofort von der Stadt aufgenommen. Hier konnte ich es ausleben durch die Stadt zu streifenund immer wieder neue Details in den geschichtsträchtigen Gemäuern zu entdecken. Ich brauchte nicht, wie in Chicago, Angst zu haben, plötzlich in eine Viertel zu straucheln indem ich um mein Leben bangen mußte und ich konnte mich auch nachts frei bewegen. Ich habe neue Freunde kennengelernt, trotz aller Sprachbarrieren, denn man findet immer einen Weg sich zu verständigen. Eine ganz tolle Erfahrung war die Zeit hier für mich und ich werde wieder kommen und vielleicht für länger bleiben. Im Gegensatz zu Chicago kann ich mir hier gut vorstellen den Rest meines Lebens hier zu verbringen. Ja, ich habe mich in die Stadt verliebt. Ich lief durch die Gassen mit einem Kribbeln im Bauch, mit Schmetterlingen, die nie vergingen, weil es einfach so wunderschön war. So viel Kultur und Lebensgefühl, welches ganz meinem entsprach habe, ich in der ganzen Zeit in Chicago vermisst. Was mir in Paris gefehlt hat waren aber meine drei Mitstreiterinnen aus Chicago. Mit Nadine, Bettina und Andrea die Stadt zu erkunden wäre noch mal so schön geworden.


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    J'aime plus Paris!

    Bina.

  • Qu'est-ce que c'est?

    Na sowas. So klein ist die Titelwelt

    À bientôt!

    Bina

  • Berlin - Paris

    In den letzten beiden Tagen ergeben sich immer mehr Zusammenhänge zwischen den beiden Städten. Geheime Zeichen, die mich zum Hierbleiben oder Zurückkehren auffordern? Wer weiß...

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    À bientôt!

    Bina

  • La confidence

    Liebes Berlin,

    ick kann nich anders, aba ick muß et dir sajen. Ick hab dir betrojen und et tut mir uffrichtig leid, aber ick konnte nich anders. Weeßte, da kam se an, so'n bißken jetingelt hat se uff de Trottoir. Un dann hab ick se mir mal anjekieckt. Diese Eleganz, weeßte, janz anders als du. Naja, ick meen, du bist ja och knorke und es jibt keene wie dir. Aber jejen die Paris biste eha dit Proletarische, dit Waschweib eben, die nachts inna Kneipe ihren ufftritt hat. Lieb biste und nimmst einen immer herzlich uff, drückst einen an deinen jroßen Busen und kommst selba nie zum schlafn, weil den imma unterwejens bist. Nachts und am Taje, biste imma jleich uffregend und man kann sich wirklich nich beschweren. Bei dir, da ess ick Liebesknochen, Nonnenpfürzchen und Pfannkuchen, die überall sonst Berlina sind. Bei dir jibts ne Stulle uff de Hand, mit Schamlz und Spreewaldjurke, Döner oder Currywurst. Du siehst aus wie ein bunter Fleckenteppich und trägst Jeschichte in deiner Schürze rum, wie sonst keene andere Stadt. Die wilde Hilde sacht, du hätest Sommersprossen und dein Mund sei viel zu jroß...

    Aber weeßte, Paris, dit is ne kleene Stille. Viel Stilla als du und immer so, wie scht man, resaviert. Die hat nur nen kleenen Busen und roocht wie'n Schloot, aber schwoofen kannse, da könnta euch mal zusammen tun. Hier jibts die Quiche, den Eclair und den Crêpe. Allet nett, allet süß und Kaffee kannse kochen, ick saje dir. Die Spree heißt hier Seine und nen Schloß habn se och nich mehr, da is jetzt'n Museum drinne. Aba wat jloobste, wie et mir hier jefallen hat. Allet so charmant und lebendich, fast so wie bei dia. Metro, RER und die hübschen Häusa, janz dufte und icke mitten mang. Aer ansprüche hat se, is janz schön teua, da biste mir doch lieba, mein liebes Berlin.

    Ick komm' ja zurück, keine Fraje, aba hier könnt' ick es ne Weile aushalten, weil die Stadt dir ähnlich sieht, obde's jloobst oda nich!

    Bis denne!

    Bina

  • Paris à pied: Aux Champs-Elysées

    Als Abschiedstour bin ich heute nochmal die Champs-Elysée vom Place d'etoile über den Louvre bis zur Notre-Dame gegangen. Den ganzen Weg war ich wirklich sehr traurig und bin es immer noch, weil ich diese wunderbare Stadt nun verlassen muss. Gut, dass ich meinen Ipod dabei hatte und den Soundtrack von Amélie drauf hatte. Mit der Musik von Yann Tiersen ist die Stadt nochmal so schön.

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    Meine Tour begann am Place de Charles-de-Gaulle, dem berühmten Stern mit Kreisverkehr ohne Regeln. Jeder Pariser sagt, wer ducrh diesen Kreisverkehr mit dem Auto kommt, kann überall Autofahren. Es gibt keine Fahrbahnmarkierung und der Kreisel ist je nach belieben 6 bis 18-spurig. Fußgänger erreichen den Arc de Triomphe unbeschadet über die Unterführungen. Der Arc dient nun als Mahnmal gegen den Krieg und unter ihm ist die Ruhestätte des unbekannten Soldaten. Wie auch in Berlin in der Alten Wache, brennt hier die ewige Flamme. Sie soll angeblich nur einmal gelöscht worden sein, als ein betrunkener Fußballfan die Flamme ausgepinkelt hatte. Er wurde verhaftet.

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    Für mich war komisch, dass der Bogen nicht nur an die beiden letzten Weltkriege erinnert, sondern auch an den Deutsch-Französischen-Krieg, den wir damals gewonnen hatten und die Siegessäule an diesen "Triumph" erinnert. Und wenn man da so unter dem Sternenbanner der Europäischen Union steht, kann man gar nicht mehr verstehen, dass wir mal verfeindet waren. Vom Arc de Triomphe kann man auch bei schlechtem Wetter bis zur La Defènse schauen.
    Zurück von der Insel bin ich weiter die Champs-Elysées rntergeschlendert, die zur Zeit besonders von reichen Arabern besucht wird. Edelboutique reiht sich an Edelboutique und zwischendurch sticht einem ein McDonalds ins Auge. Dann wandert man weiter durch eine Allee mit wunderschönen Blumen am Strassenrand bis man zum Place de la Concorde kommt. Der Platz mit dem Obelisken. Er bietet eine tolle Kulisse, die man mit der Kamera gar nicht erfassen kann. An guten Tagen, kann man selbst von hier bis zur La Defense schauen.

    An den Tuilerien vorbei zum Louvre und zurück zur Seine. An der Pont Neuf überquerrte ich die Seine und erreichte die Île de la Cité, die Geburtsstädte Paris'. Ich schlenderte die mittelalterlichen Gassen entlang zur Notre-Dame. Dort reihte ich mich noch mal in die Schlange der Wartenden ein und besuchte noch einmal die berühmte Kirche. Ich gönnte mir sogar den Besuch der Schatzkammer, die jetzt nicht so großartig war.

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    Und nun, nun sitze ich wieder hier im Computerraum und bin traurig, dass ich morgen diese Stadt verlasse. Ja, ich habe mich verliebt, sofort und bedingungslos - Paris je t'aime.

    À bientôt!

    Bina

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